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Wie finde ich die Brücke zwischen meiner Botschaft und dem, was meine Zielgruppe interessiert?

Social Media erscheinen manchmal wie ein unendlicher Raum, in den alle Menschen gleichzeitig hinein brüllen. Umringt von Essens- und Urlaubsfotos fügen sich vor den Augen individuelle Newsfeeds ineinander und liefern ein Potpourri an privaten Nachrichten und Produktportfolios, nach denen man nie gesucht hatte, ohne die man aber keine weitere Sekunde überleben könnte.

Wer sein eigenes Angebot in diesem Lärm sicht- und hörbar machen will, braucht einiges an Geduld und Know-how – sowie eine klare Botschaft. Nur wer weiß, was er wem erzählen will, erhält aus diesem Strom an Informationen eine Rückmeldung.

5 Basis-Tipps für digitale Texte
Egal, ob Posting, Newsletter, Blog-Post oder Antwort an den Kunden: Mit jedem Satz nach außen schärft man das eigene Profil. Weiß ich also, was ich überhaupt erzählen will? Weiß ich, wen meine Informationen interessieren? Es ist mitunter eine der schwierigsten Aufgaben des Unternehmensalltags, in diesen Fragen der Kommunikationsstrategie Balance zu finden.

Für den Anfang gibt diese (nicht vollständige) Liste Orientierung, was man beim Textieren der Unternehmens-Botschaften beachten sollte:

Sprachwahl
Wo lebt meine Zielgruppe? Welche Sprache spricht sie? Gerade bei Postings ist die Wahl der Sprache entscheidend, ob die Posts an meine Follower ausgeliefert werden (trotz Übersetzungsfunktion!). Ein Blick in die Profil-Statistiken zu Herkunft und Sprachen der Follower ist hier oft sehr erhellend.

Sind wir per Du?
Eine Grundsatzentscheidung, die zum Unternehmen passen muss: Wie viel Distanz will ich zu meiner Kundschaft? Wie locker will ich mein Unternehmen präsentieren? IKEA fährt seit Jahren gut damit, die eigenen Kunden zu duzen – auch weil es zur schwedischen Herkunft passt (und dies einer der Kernwerte der Marke ist).
Auch hier hilft ein Blick auf die angestrebte Zielgruppe: Alter, Berufe, Interessen etc. geben den Trend vor, wie man die angesprochenen Personen am besten adressiert.

Wortwahl
Passen Anglizismen zu meinem Unternehmen? Verwende ich Dialektbegriffe? Ein lokaler Nahversorger, der ausschließlich in seinem Grätzl kommuniziert, wird sich eher an die lokale Sprache halten als an internationale Buzzwords.

Welche Begriffe beschreiben mein Unternehmen? Gerade für Gründer ist es ratsam, eine Liste an beschreibenden Wörtern zu erstellen, die alle (im weitesten Sinne) mit dem Unternehmen zu tun haben und diese im persönlichen Gespräch mit Freunden und Familie abzutesten. Verstehen alle Zuhörer das gleiche? Begriffe können unterschiedliche Gefühle bei Personen auslösen, nicht nur bei einem selbst.

Bonus-Tipp: Listen mit beschreibenden Wörtern schreibt man am besten mit der Hand, nicht nur, weil es eine willkommene Abwechslung ist.
Warum wir mehr mit der Hand schreiben sollten

Perspektive
Wenn die eigenen Botschaften langsam klar werden, empfiehlt es sich, die Perspektive zu wechseln. Für einen Moment schlüpft man in die Rolle des vorgestellten idealen Kunden: Versteht er das, was ich sagen will? Interessiert ihn meine Geschichte?

Lesen hilft übrigens beim Perspektiven-Wechsel: „The novel matters because it connects us with the experiences of people we have never met, times we have never seen, places we have never visited.“

Authentizität
Und hier kommen wir zum Wichtigsten: der Authentizität. Passt meine Botschaft zu meinem Produkt? Fühle ich mich wohl mit dem Text? Authentizität macht glaubwürdig. Und das spüren die Kunden.

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