Weiterempfehlungen: Warum Du online leicht gefunden werden solltest

Weiterempfehlungen und online gefunden werden

Weiterempfehlungen sind mitunter eines der wichtigsten Marketingtools, die Dein Unternehmen beim Gewinnen neuer Kund*innen unterstützen. Du arbeitest gut, Deine Kund*innen sind zufrieden und empfehlen Dich an Freund*innen und Verwandte weiter.

Wenn wir uns vorstellen, wie so ein Gespräch der Weiterempfehlung abläuft, fällt uns ein sich wiederholendes Muster auf: Eine Person erkundigt sich nach einer Dienstleistung oder beschreibt ein Problem, Dein zufriedener Kunde denkt an Dein Angebot und erzählt von Dir.
Dann greift man zum Handy und googelt Deinen Namen.

Und jetzt sollte Dein Unternehmen leicht gefunden werden. Im häufigsten Fall wird neuen Kund*innen eine Firma und/oder ein Name weiterempfohlen – und die Kontaktdaten werden über Suchmaschinen abgefragt.

Und nicht nur das: Sowohl Deine Kontaktdaten als auch ein kurzer Abriss Deiner Leistungen sollten so einfach wie möglich ersichtlich sein. Damit Du es Deinen potentiellen Neukund*innen leichter machen kannst, mit Dir in Kontakt zu treten.

Im Folgenden findest Du ein paar grundsätzliche Tipps, wie Du die Hemmschwelle für potentielle Kund*innen mit Dir in Kontakt zu treten möglichst niedrig hältst. Und gleichzeitig Dein Google-Ergebnis verbesserst und Backlinks zu Deiner Website aufbaust.

1. Überprüfe Deine Website

Und zwar die Mobilversion. Wie häufig googeln wir einen Namen oder ein Thema schnell nebenher am Telefon, während wir noch im Gespräch sind! Achte daher darauf, dass Deine Website auch auf einem Handy gut zu lesen ist und Deine Kontaktdaten schnell verfügbar sind.

  • Überprüfe und aktualisiere in einem ersten Schritt die Kontaktdaten auf Deiner Website
  • Ist die Telefonnummer bereits auf der Startseite verfügbar?
  • Gibt es einen Menüpunkt „Kontakt“, der leicht und schnell aufrufbar ist?
  • Versuch Dir vorzustellen, was eine Person denkt, wenn sie das erste Mal Deine Website öffnet: Welche Bilder, welche Wörter, welche Leistungsbeschreibungen sieht sie auf den ersten Blick?

2. Google Deinen Namen und Dein Unternehmen

Es kann sein, dass jemand einfach den Namen Deines Unternehmens weiterempfiehlt. Es kann aber auch sein, dass jemand Deinen eigenen Namen (oder den Namen einer Deiner Mitarbeiter*innen) nennt und diesen ins Google-Suchfeld eingibt.

Überprüfe mit einer simplen Google-Recherche, welche Ergebnisse in welcher Reihenfolge angezeigt werden. Am besten überprüfst Du das im privaten (bzw. Inkognito-)Modus Deines Browsers.

Üblicherweise sollte Google nun Deine Website als eines der ersten Suchergebnisse anzeigen und danach einige Plattformen, auf denen Du automatisch eingetragen bist, auflisten. Eventuell wird Dein Unternehmen auch in Google Maps angezeigt.

Nun entscheide, welchen Eintrag Du überarbeiten, optimieren oder gänzlich neu anlegen musst. Hier einige Vorschläge:

3. Optimiere Deinen Eintrag in Google Maps

Ruf Google Maps auf und gib Deinen Firmennamen ein. Solltest Du hier noch nicht gelistet sein und unbedingt wollen, dass Deine Firma in Google Maps zu finden ist, klicke auf den Link „Fehlenden Ort hinzufügen“.

Falls Deine Firma bereits in Google Maps zu finden ist, Du aber den Eintrag nicht bearbeiten kannst, suche nach dem Punkt „Als Inhaber eintragen“.

Danach füll die geforderten Felder aus. Google bittet Dich zudem, die Inhaberschaft zu verifizieren.

>> Musst Du bei Google Maps gefunden werden?

Jein. Es gibt Branchen, bei denen es nicht unbedingt notwendig ist. Digital Businesses zum Beispiel, bei denen der Standort selbst keine große Rolle spielt, müssen nicht über Google Maps auffindbar sein. Branchen, bei denen jedoch auch eine kurze Anfahrtszeit für eine*n Kund*in entscheidend sein kann, sollten ihr Geschäftslokal jedenfalls in Google Maps optimiert präsentieren. Das trifft zum Beispiel auf Friseur*innen, Installateur*innen oder auch Buchhandlungen zu.

4. Nutze Google My Business, um die wichtigsten Informationen über Dein Unternehmen schnell anzeigen zu lassen

Du kennst das bestimmt aus Deinen eigenen Google-Recherchen: Du suchst nach einer Firma und neben den Suchergebnissen taucht ein besonders hervorgehobenes Feld auf, in dem Du die Öffnungszeiten, Web-Adresse, Telefonnummer und auch Fotos des Unternehmens siehst.

Dies kannst Du auch für Dein Unternehmen einrichten (sofern Du diesen Schritt nicht schon via Google Maps erledigt hast).

Über diesen Link landest Du direkt bei Google My Business. Hier gibst Du in wenigen, einfachen Schritten die wichtigsten Infos über Dein Unternehmen an: etwa den Firmennamen, die Adresse und die Telefonnummer, Deine Website oder Öffnungszeiten. Auch einzelne Leistungen, die Du anbietest, kannst Du hier eintragen.

Im Laufe des Prozesses wirst Du auch gebeten werden, Deine Inhaberschaft zu bestätigen. Das geht via Telefon oder Postkarte, je nachdem, welche Kontaktdaten Du angegeben hast.

Und keine Sorge: Am Ende des Registrierungsprozesses landest Du auf einem umfangreichen Dashboard, über das Du immer wieder Deine Angaben ändern kannst.

Nutze hier jedenfalls den Menüpunkt „Fotos“, um Dein Logo und professionelle Aufnahmen Deines Geschäfts zu ergänzen. Über dieses Dashboard erhältst Du übrigens auch einen Überblick über alle Rezensionen, die Dein Unternehmen erhalten hat.

Unter dem Menüpunkt „Info“ findest Du u.a. auch die Möglichkeit, aktuelle Sicherheitsmaßnahmen, die Du in Deinem Geschäft triffst (etwa das Tragen von Schutzmasken), anzugeben.

5. Aktualisiere die Einträge in den Gelben Seiten und anderen Firmenregistern

Wenn Dein Unternehmen in Österreich ansässig ist, zeigen Deine Suchergebnisse auch Einträge auf der Herold-Website sowie im Firmen A-Z der WKO an. Auch bei diesen Seiten ist es wichtig, dass Du die Kontaktdaten regelmäßig überprüfst und aktualisierst. Du weißt ja schließlich nicht, welchen Seiten Deine potentielle Kundschaft am meisten Vertrauen schenkt. Deshalb sollten die Daten auch hier passen.

  • Deine Firma auf Herold.at
    Such im Online-Verzeichnis nach Deiner Firma und scroll nach unten, bis Du ein Feld mit folgendem Text findest: „Sind Sie Inhaber dieses Unternehmens? Inhalt verbessern“. Danach musst Du Dich registrieren und ein E-Mail an Herold schicken, um die Firma mit Deinem eigenen Profil zu verknüpfen.
  • Dein Unternehmen im Firmen A-Z der WKO
    Logge Dich einfach rechts oben ein. Du solltest im Zuge Deiner Gründung bereits ein Profil auf der WKO-Website angelegt haben. Im Dropdown erscheint dann der Link „Firmenprofil bearbeiten“.
    Alternativ kannst Du auch erst über das Suchfeld Deine Firma oder Deinen Namen suchen und Dich danach dann rechts oben einloggen. Wichtig ist auch hier vor allem, dass der Link zu Deiner Website korrekt ist und die Telefonnummer stimmt.

6. Deine Kontaktdaten auf Social Media-Plattformen

Für Unternehmen besonders wichtig sind Plattformen wie LinkedIn, Xing und Kununu, weil man sich hier auch als Arbeitgeber*in präsentiert. Jede einzelne dieser Plattformen bietet mittlerweile die Möglichkeit, eine Unternehmensseite zu erstellen und liefert dazu auch eigene Anleitungen auf ihren Hilfeseiten.

  • Unternehmensseite auf LinkedIn einrichten Anleitung
  • Unternehmensprofil auf Xing einrichten Anleitung
  • Arbeitgeberprofil auf Kununu einrichten Anleitung

>> Musst Du auf LinkedIn, Xing und Kununu gefunden werden?

Wenn sich Deine Zielgruppen über diese Seiten informieren: Ja. Es ist ebenso ratsam, Dich hier aufzuhalten, falls Du nach Mitarbeiter*innen suchst. Und in jedem Fall solltest Du Dein Firmenprofil warten und für Dich in Anspruch nehmen, wenn es bereits Mitarbeiter-Bewertungen zu Deinem Unternehmen, etwa auf Kununu, gibt.

>> Warum Instagram der falsche Marketingkanal für kleine Unternehmen sein kann <<

7. Nutze lokale Plattformen wie imGrätzl oder gutgemacht.at

Es gibt zahlreiche lokale Plattformen, die Dir dabei helfen können, online gefunden zu werden, sobald Du weiterempfohlen wirst. Sehr häufig bieten diese Plattformen die Möglichkeit, Rezensionen zu verfassen, aber auch zusätzliche Goodies wie regionale Werbung.

  • In Wien bietet Dir imGrätzl eine gute Starthilfe, vor allem auch dann, wenn Du selbst eventuell noch keine eigene Website hast. Eine gute Übersicht über alle Möglichkeiten der Plattform findest Du hier.
    Die Österreich-Version von imGrätzl entsteht übrigens gerade und nennt sich WeLocally.
  • Für Kärnten und die Steiermark bietet etwa die Kleine Zeitung eine Weiterempfehlungs-Plattform an, die allerdings österreichweit genutzt werden kann: gutgemacht.at Auch hier kannst Du Dein Unternehmensprofil eintragen.

Zahlt sich der Aufwand aus?

Ja, definitiv. Du erleichterst es Deinen (potentiellen) Kund*innen – im Falle einer Weiterempfehlung, aber auch sonst – Dein Unternehmen schnell und einfach zu finden. Gleichzeitig steigerst Du auch die Vertrauenswürdigkeit Deiner Firma, wenn Deine Online-Profile gut gewartet sind.

Ein positiver Nebeneffekt, den das Eintragen Deines Unternehmen auf all diesen Plattformen auch hat: Du erhöhst die Anzahl an Backlinks zu Deiner Website – und das ist ein weiteres Rädchen in der Suchmaschinenoptimierung Deiner Website.

Was hat das alles mit Weiterempfehlungen zu tun?

Wir Menschen sind es mittlerweile so gewöhnt, unsere Fragen über Suchergebnisse beantwortet zu bekommen – und sei es nur die Telefonnummer der nächstgelegenen Fahrrad-Reparaturwerkstatt -, dass wir gar nicht mehr wahrnehmen, wie groß auch der Imageeffekt während einer schlichten Google-Suche ist. Binnen Sekunden klicken wir auf den Mitbewerb, wenn die eine Telefonnummer beim ersten Versuch nicht funktioniert hat. Oder uns die angeklickte Website unfreundlich erscheint. Oder wir keinen offiziellen Eintrag in der Firmenliste der WKO finden.

Nutz die digitalen Möglichkeiten für Dich, um im Falle eine Weiterempfehlung bereits beim ersten Kontakt Deiner Kund*innen in den Google Suchergebnissen einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Die hier genannten Optimierungsvorschläge sind alle kostenfrei. Die eine oder andere Plattform wird Dir eventuell anbieten, (kostenpflichtig) Werbung zu schalten. Das sollte jedenfalls in Deine allgemeine Marketing-Strategie passen, bevor Du hier zustimmst.


Photo by Thom Holmes on Unsplash

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Katharina Sabetzer ist seit mehr als 15 Jahren in der Kommunikationswelt tätig. Sie lebt und schreibt in Wien und in der Steiermark und ist Inhaberin der Kommunikationsberatung Erzählbar mit Sitz in Wien.

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